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Sketch-as-sketch-can – 4 Tage im Skizzierfieber

11.08.2016 von Heidi Zurbuchen   Facebook Twitter Mail

Zeichenstifte, Skizzenbuch, Aquarellkasten und ein Campinghocker, das sind unverkennbare Merkmale eines «Urban Sketchers». Urban Sketching ist eigentlich nichts Neues, immer schon gab es Leute, die ihre Umgebung zeichnerisch festgehalten haben. Neu ist vor allem, dass dank dem Internet plötzlich ein reger Austausch zwischen den vielen Zeichnenden stattfindet. Gegründet wurde die Bewegung im Jahr 2007 von Gabriel Campanario. Inzwischen hat sie sich zu einem riesigen Netzwerk entwickelt.

Jedes Jahr treffen sich die Urban Sktechers aus der ganzen Welt zu einem Symposium. Nach Singapur im letzten Jahr war in diesem Jahr Manchester an der Reihe. Wunderbar, fand ich, das ist ja fast noch Europa. Ausserdem kannte ich Manchester bisher bloss in Form von geripptem Gewebe, also noch ein Grund mehr da hinzufahren.

Und ich habe es nicht bereut – mein erstes Symposium, und hoffentlich nicht mein letztes! Ich war schlicht überwältigt von der Menge der Teilnehmenden. Fast 500 Personen aus 44 Nationen trafen sich. Von Jung bis Alt, von Anfänger bis Profi, alle waren da und alle teilten eine gemeinsame Leidenschaft, das Zeichnen.

Das Wetter war sehr englisch, hat sich also nicht gerade von der besten Seite gezeigt. Das tat der Stimmung aber keinen Abbruch, obwohl Urban Sketchers ja vorwiegend draussen zeichnen. Es gab diverse Workshops zur Auswahl, spannende Vorträge und gemeinsame Sketchcrawls (eine Art Zeichen-Spaziergänge). In der ganzen Stadt traf man auf andere Zeichner, konnte sich austauschen, das neuste Material besprechen oder sich Tipps einholen. Die Atmosphäre war unglaublich inspirierend und ansteckend, ich konnte selber kaum mehr die Finger vom Skizzenbuch lassen.

Auch Manchester als Stadt lohnt sich sehr. Alt und neu stehen dicht nebeneinander, alte Backsteinhäuser, daneben hochmoderne Glaspaläste, römische Ruinen, historische Bauten, verträumte Kanäle, imposante Brücken, Museen, Fussball, für jeden gibt es etwas.

Schwer beladen mit Eindrücken, Erfahrungen, Ideen, neuen Skizzenbüchern und Materialmustern kehrte ich wieder in die Schweiz zurück – und frage mich nun ständig, ob denn Chicago wirklich so weit weg wäre.

Einen guten Einblick in die Symposium-Tage bieten die Video-Berichte von Teoh Yi Chie:
» am Tag davor
» Tag 1
» Tag 2
» Tag 3
» Tag 4

Interessante Links:
» Website der Schweizer Urban Sketcher
» Website der internationalen Urban Sketcher
» Website mit Sketchcrawls
» Flickr-Gruppe der Urban Sketchers

Und das offizielle Gruppenfoto:

official-groupfoto-uskmanchester2016

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