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Storytelling-Konferenz in Zürich: Wo Fakten und Zahlen regieren

25.09.2013 von skissmade   Facebook Twitter Mail

Das «Center for Storytelling» befasst sich mit Themen rund ums Storytelling und organisiert die jährliche Storytelling-Konferenz. Dieses Jahr stand der Anlass unter dem Motto «Data Storys – Erzählen mit Fakten und Zahlen». Es ging um Fragen wie, wie werden aus Daten Geschichten, wie stellt man Daten verständlich dar, wo finden sich Daten überhaupt, wie zirkulieren sie, wo bleibt die Privatsphäre und vieles mehr. Geboten wurden acht vielseitige und (meist) sehr spannende Referate mit Experten aus Design, Journalismus, Kunst und Wissenschaft. Begriffe wie Quantified Self, Infografiken, Daten-Visualisierungen, Daten-Journalismus,  Datenvisualisierungs-Prosa, Aufmerksamkeitsmanager oder Prosumer inspirierten uns.

«The Annual Report» Nicolas Felton

www.feltron.com
Nicolas Felton gestaltet jährlich einen Jahresbericht mit Informationen aus seinem Leben. Aufgemacht wie ein Geschäftsbericht, mit schön gestalteten Infografiken schafft er einen erstaunlicherweise trotzdem sehr persönlichen Überblick über sein Leben. Ein grosser Teil seiner Arbeit beinhaltet das Sammeln, Strukturieren und Auswerten der Daten. Ein interessantes Beispiel ist auch der Bericht über seinen Vater, mit welchem er aus alten Agendaeinträgen, Fotos, Postkarten, Kassenzetteln, Quittungen ein umfassendes Bild schaffen konnte.


«Keine Zeit für Wut – Fukushima zwei Jahre danach» Benjamin Wiederkehr & Sylke Grunwald

fukushima.nzz.ch
Die beiden Referenten stellten eine NZZ-Reportage vor, welche mit dem Fokus «Publikation im Netz» erstellt wurde. Das bedeutete in diesem Fall, die Technologie bestimmt über die Form. Anders als im Printmedium wurde nicht ein fortlaufender Artikel erstellt, sondern der ganze Inhalt auf einzelne Kapitel verteilt. Als Aufhänger dienten vier Personen-Porträts.
Gleichzeitig eröffnete die ditigale Umsetzung aber auch weitere Möglichkeiten, wie die Verwendung von Ton- und Filmdokumenten. Auch Infografiken wurden erstellt, und hier war es sehr interessant zu sehen, wie Daten über das Aussehen von Grafiken entscheiden. So war eine bestimmt Grafik nicht mehr möglich, weil die endgültigen Daten schlicht nicht der Vorstellung im Entwurf entsprachen.


«Datenvisualisierung beim Schweizer Fernsehen» Patrick Arnecke

Sendung ECO, Themenwoche «Risiko»
Anhand des Wirtschaftsmagazins «Eco» wurde uns der Stil der Infografiken nahe gebracht. Trockene Informationen und komplexe Begriffe werden mit einer eigenen visuellen Sprache umgesetzt: reduziert, schlicht, wenig Farben, zur Auszeichnung «Rot», 3-dimensional und animiert.

«Delivery for Mr. Assange» und «Opera calling», !Mediengruppe Bitnik

bitnik.org
Eine Verbindung von Hacking und Kunst. Bitnik versucht Systeme zu überlisten, geschlossene Systeme zu öffnen oder Datenströme aus einem System abzuziehen und einem anderen beizufügen. Interessantes Beispiel dafür ist «Opera Calling», eine Aktion, bei der das Opernhaus Zürich mit Mobiltelefonen verwanzt, und so direkt in die Vorstellungen angerufen und mitgehört werden konnte.

Beim Projekt «Delivery for Mr. Assange» wurde ein Paket mit eingebauter Kamera per Post an Julian Assange in die ecuadorianische Botschaft in London geschickt. Mit der Kamera konnte der Weg des Paketes während 32 Stunden live mitverfolgt werden.

 

Ein Thema, welches interessiert!
Das Schweizer Fernsehen widmet sich dem Thema «Daten» ebenfalls, und zwar im Rahmen der Sendung «Kulturplatz». Mit dabei auch Nicolas Felton, der über die «Quantified Self»-Bewegung und die Vermessung der eigenen Welt spricht.

felton3

Beispiel aus dem Felton Report.

nzz2

Das NZZ Projekt über Fukushima.

eco2

Beispiele von SRF aus der Sendung «Eco».

risiko2

Ein weiteres interessantes Beispiel ist die Umsetzung der Landkarte «Risikoland», welche anlässlich der Themenwoche «Risiko» entwickelt wurde.

opera

Bitnik: «Opera Calling»

bitnik

Bitnik: «Delivery for Mr. Assange»

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